Neulich saßen wir zusammen, mehrere Frauen bei Kaffee und Tee und eine von ihnen sagte: „Das ist doch bestimmt ziemlich unangenehm, wenn du da so auf dem Bett liegst, die Beine in der Luft und dann dein Kind raus pressen sollst…“ Ich dann: „Das macht man heute nicht mehr so. So im Liegen.“ Ungläubiges Anstarren war die Folge.

Mythos No 3: „Frauen gebären ihre Kinder im Liegen“

Ja, auch dieses kennen wir aus den Filmen. Die Gebärende liegt auf dem Bett, hat die Füße angewinkelt oder nach oben gestreckt und presst ganz fleißig, dabei läuft ihr der Kopf rot an. Dies ist eine mittlerweile veraltete Art sein Kind zu gebären. Heute lautet das Zauberwort: Bewegung. In der Eröffnungsphase, die – wir erinnern uns – sehr viele Stunden dauern kann, wird die Gebärende angehalten, sich möglichst viel zu bewegen und die Wehen in unterschiedlichsten Positionen „durchzumachen“. Auch die Geburtsphase, in welcher zuerst der Kopf und dann der Körper des Babys langsam das Licht der Welt erblickt, wird heutzutage oftmals von der Gebärenden nicht mehr im Liegen erlebt, es gibt zahlreiche andere Positionen, bei denen die Schwerkraft sehr viel sinnvoller mithelfen kann und das Baby so schneller und unkomplizierter seinen Weg in die Welt finden kann.

Und wie ist das mit den Schmerzen?

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie schmerzhaft Wehen sein können oder meine Wehen sein werden – dieses ist wohl auch von Frau zu Frau unterschiedlich. Sie heißen aber nicht umsonst „wehen“ und der Kreißsaal heißt mitnichten „kreis“ von rund, sondern „kreiß“ vom mittelhochdeutschen Wort „kreischen“. Allerdings denke ich mir das so: Jede Wehe bringt einen dem Kind näher – zielgerichtete Schmerzen also, wohl doch eine sinnvolle Einrichtung der Natur. Und, wenn es nicht mehr weiter geht und mich tatsächlich die Entspannung verlassen sollte … dann gibt es doch immer noch die guten, alten und neuen schmerzstillenden Mittel. Ich bin tatsächlich einfach auch ein bisschen neugierig darauf … man kann es sich ja nicht vorher vorstellen, ebenso wenig, wie es sein wird, schwanger zu sein. Das wird schon alles werden!

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Gesundheitscoach bei Leben mit ohne
Nora ist entspannt, liebt ihren kleinen Paddler und das Leben, genießt die Sonnenseiten und versucht die Schattenseiten unbeschadet zu überstehen, fühlt sich geliebt und unterstützt und möchte alles dieses mit der Welt teilen.
Wenn Nora nicht mit ihrem Sohn unterwegs ist, bietet sie Gesundheitscoaching für Menschen mit Histaminintoleranz & anderen Unverträglichkeiten an.
Nora Hodeige