Unser Baby geht jetzt in die Kita und das schon seit drei Wochen. In der ersten Woche war es kuschlig, in der zweiten hochkonzentriert und „auf Abruf“ und nun kann es langsam Alltag werden.

Gedankenstrudel kämpfen in meinem Kopf, die einen sagen: Wow! Endlich wieder NUR ICH. Die anderen sagen: Wo ist mein Baby! Wann kommt es wieder? Und dann ist da immer noch dieses: Was soll ich nur machen? So viel Zeit! Niemand, der an mir zerrt und zieht. Und gleichzeitig: Niemand zum Kuscheln. Alles Erwachsenenkram hier. Arbeiten, Struktur haben, Konzentriert sein, etwas fertig bekommen. Ganz schön anstrengend das Leben manchmal.

Aber, auch so schön.

Ich genieße das sehr, unser Wochenende, von Freitag bis Sonntag Abend. Da sind wir nur für uns – die kleine Familie. Momentan sind sie wirklich sehr gemütlich unsere Wochenenden, weil die Woche ja schon so aufregend ist – alle gehen jetzt (wieder) arbeiten. Denn auch im Kindergarten ist es ziemlich arbeitsreich. Zum Glück haben wir ein echtes Kita Kind. Er sagt mir „Tschüss“, aber nur kurz, weil dann muss gespielt werden. Andere Kinder sind toll, sind spannend und, was die alles schon können. „Das will ich auch“, denkt er sich wohl in seinem kleinen Köpfchen und hat schon in der ersten Woche gelernt zu klatschen und „brumm brumm“ mit dem Auto zu machen. Er lernt schnell, er ist fleißig und er ist begeistert. Immer und von Allem. Das ist toll. Meistens. Für ihn ist es vor allem auch eines: Sehr anstrengend! Denn von dieser großen Begeisterungswelle muss er irgendwann wieder runter kommen, es geht zum Mittagsschlaf und dann kommt der Rest des Nachmittags – alleine nur mit Mama. Laaangweilig! Das kann schon sein. Aber doch auch so wichtig und so schön.

Kuscheln, schmusen, große Augen und große Liebe. Von beiden Seiten.

Es tut uns gut. Dass das Baby in die Kita geht – er liebt es! Und Mama tut es gut, weil sie sich wieder ein bisschen mehr auf sich selbst besinnen kann. Und ihre ganzen Projekte. Und Ideen. Und Vorhaben. Und dann immer wieder: Die Vorfreude! Die Vorfreude, ihn später wieder in die Arme zu schließen, ihn küssen zu können, seine kleinen, süßen Hände zu fühlen, wie sie auf meinem Kopf herum klopfen und seinen Erzählungen zu lauschen. „Da da daaa“, erzählt er von seinem Tag und ich lausche andächtig. Er hat sogar schon Freunde geschlossen. „Zu Hause?“, hat gestern der blonde Anton gesagt und erst auf den kleinen Prinzen und dann auf mich gezeigt. „Ja“, hab ich gesagt, „wir gehen jetzt nach Hause.“ Enttäuschtes Gesicht. „Aber, morgen kommen wir wieder!“ Ein Lächeln bei Anton. Ja, denke ich und nehme meinen kleinen Schatz fest in den Arm. Morgen kommen wir wieder. Und wir freuen uns schon sehr darauf!

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Gesundheitscoach bei Leben mit ohne
Nora ist entspannt, liebt ihren kleinen Paddler und das Leben, genießt die Sonnenseiten und versucht die Schattenseiten unbeschadet zu überstehen, fühlt sich geliebt und unterstützt und möchte alles dieses mit der Welt teilen.
Wenn Nora nicht mit ihrem Sohn unterwegs ist, bietet sie Gesundheitscoaching für Menschen mit Histaminintoleranz & anderen Unverträglichkeiten an.
Nora Hodeige