Jetzt sind es schon 11 Monate, dass unser kleiner Mann unser Leben bereichert. Jeden Tag wieder auf ein Neues. Und doch, manchmal denke ich sehnsüchtig an die Zeit „davor“ – ohne Kind. Als man noch „frei“ war. Frei, zu tun und zu lassen, was man wollte und vor allem, wann. Ohne Planung, ohne Plan, einfach drauf los. Heute sind wir eingespannt, zwischen Windeln wechseln, Breichen füttern und zum Einschlafen schaukeln, bleibt kaum noch Zeit für uns. Und auch nicht für mich.

Ich kann mich eigentlich nicht beschweren. Oder besser gesagt: Ich habe mich schon viel beschwert. „Du lässt mich immer mit dem Kleinen alleine.“ „Ich komme nie raus.“ „Ich versauere hier noch als Hausfrau.“ Und dabei bin ich komplett ungerecht gewesen. Weil meine bessere Hälfte ist wirklich ein ganz toller Papa, und ein toller Mann und immer eine große Unterstützung. Als mir nach 3 Wochen Wochenbett die Decke auf den Kopf fiel, ging ich raus, am Wochenende, ohne Baby – und es war traumhaft. Länger als eine Stunde habe ich es allerdings nicht ausgehalten, dann hat mich die Sehnsucht gepackt und ich bin schnell nach Hause…

Als das Mäuschen 3 Monate alt war, war es so weit, Mama musste raus. Ganz ehrlich, ich bin nicht dafür geboren, nur Mutter zu sein. Auch, wenn es tatsächlich das ist, was ich momentan mache. Ich bin Mutter. Mit Leib und Seele und das den ganzen Tag. Es macht mir viel Spaß und große Freude und doch habe ich an seinem 3. Monats-Geburtstag das Weite gesucht und mich für eine Ausbildung in systemischer Aufstellungsarbeit angemeldet. 3 Tage ohne mein Baby. Natürlich in Berlin, weil das wäre ja nun wirklich nicht gegangen…aber das Wochenende alleine mit Papa und Montags dann mit Oma, weil Mama ist auf einem Seminar. Voll cool. Und aufregend. Und total toll.

Ich kann das nur absolut empfehlen.

Liebe Mamas, bleibt so lange wie möglich im Wochenbett, es tut euch gut und euren Babys erst recht. Und, wenn ihr raus müsst (verstehe ich total), dann lasst die kleinen Mäuse bitte zu Hause. Überfordert sie nicht. Aber gönnt euch „me-time“! Unbedingt. Etwas Besseres könnt ihr euch und eurer kleinen Familie überhaupt nicht tun.

Geht raus, seid ihr selbst und habt Spaß! Das Leben ist nicht vorbei und auch eure Kinder werden irgendwann erwachsen 🙂

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Gesundheitscoach bei Leben mit ohne
Nora ist entspannt, liebt ihren kleinen Paddler und das Leben, genießt die Sonnenseiten und versucht die Schattenseiten unbeschadet zu überstehen, fühlt sich geliebt und unterstützt und möchte alles dieses mit der Welt teilen.
Wenn Nora nicht mit ihrem Sohn unterwegs ist, bietet sie Gesundheitscoaching für Menschen mit Histaminintoleranz & anderen Unverträglichkeiten an.
Nora Hodeige