Unser Baby geht jetzt in die Kita bzw. zu zwei sehr lieben Tagesmüttern. Die erste Woche haben wir hinter uns und in der zweiten sind wir bereits angekommen. Und, was ich jetzt schon einmal sagen kann: Unser Baby ist ein echtes Kita Kind.

In der ersten Woche saß ich jeden Tag von 8:30 bis 12:30 im Garderobenraum des Kinderladens und wartet darauf, dass mein Baby mich brauchen würde. Was nicht geschah. Wir kamen gemeinsam an und von der Sekunde, wo er die anderen Kinder erblickte, war er auch schon weg. „Tschüss, Mama!“, hätte er wohl gesagt, wenn er außer „da da da“ schon mehr sprechen wollte. Zack zack, war er auch schon aus dem Raum gekrabbelt. Ich saß dort jeden restlichen Tag gemütlich mit meinem Buch und habe die Atmosphäre genossen. In den ersten 2 Tagen wurde ich zum Essen noch zur Gruppe eingeladen, danach brachten die beiden sehr netten Erzieherinnen mir das Essen nach draußen. Nur schlafen legte ich den kleinen Mann noch selbst. Was schwierig genug für ihn war, weil alles so unglaublich aufregend ist!

Eine entspannte erste Woche.

Diese eine Woche war unglaublich gut für uns beide. Vor allem aber für mich. Es war ein „sanftes“ Abschiednehmen. Ich war direkt um die Ecke und er konnte (hätte gekonnt) jederzeit zu mir kommen und das wusste er auch. Selbst, wenn er mich nie gesucht hat. Seine Freude zu sehen, wenn ich dann um die Ecke gekommen bin (zum Essen oder Abholen) war und ist auf jeden Fall Gold wert. Den restlichen Tag dann wich er dann allerdings nicht mehr von meiner Seite. Beim Nach Hause Weg „erzählte“ er mir ununterbrochen von seinem aufregenden Vormittag, er blabberte mal leise, mal sehr vehement vor sich hin und als wir zu Hause angekommen waren, da war es dann auch gut. Was zum Glück wiederum seinem Mittagsschlaf sehr gut getan hat.

Jetzt in der zweiten Woche habe ich die Kita verlassen. Mein Platz ist nun nicht mehr nebenan, sondern in einem 10 Minuten Radius. Das ist schon ziemlich aufregend – ich sitze hier in diesem hübschen Café und bin einfach nur ich. Nicht Mama. Nicht mit meinem Baby unterwegs. Sondern ein Gast, eine arbeitende Frau und das ist ein gänzlich neues (wiederentdecktes) und sehr sehr schönes Gefühl!

Ich. Alleine. Und später wieder. Wir zu zweit.

Genauso sehr freue ich mich darauf, wenn ich ihn später um 12:20 abholen kommen kann und er sich in meine Arme kuscheln wird.

Und ein bisschen stolz bin ich schon auf unser Kita Kind: Kein Weinen beim Abliefern, kein Vermissen, jetzt schon Einschlafen mit der Erzieherin und dann die pure Freude, wenn Mama wieder kommt. Ein großes Glück, unser Sonnenschein-Kind! Ich warte nur noch drauf, dass er weint, wenn ich ihn abholen komme… (Nachtrag: Gleich in der dritten Woche ist es passiert… Puh, das ist dann schon hart!)

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Gesundheitscoach bei Leben mit ohne
Nora ist entspannt, liebt ihren kleinen Paddler und das Leben, genießt die Sonnenseiten und versucht die Schattenseiten unbeschadet zu überstehen, fühlt sich geliebt und unterstützt und möchte alles dieses mit der Welt teilen.
Wenn Nora nicht mit ihrem Sohn unterwegs ist, bietet sie Gesundheitscoaching für Menschen mit Histaminintoleranz & anderen Unverträglichkeiten an.
Nora Hodeige