Die ist ein Beitrag zur #Blogparade von RTL2 zum Thema „Das schönste Erlebnis im ersten Jahr mit meinem Baby.

Wie kann man aus einem Jahr, das so voller Wunder, voller Sorgen, voller Fragen, voller Liebe, voller Unruhe, voller Ausnahmesituationen war, EIN schönstes Erlebnis herauspicken?

Wenn ich das Jahr mit meinem Baby Revue passieren lasse, ist wahnsinnig viel passiert. Mein Schatz hat sich von einem Neugeborenen, das nichts konnte, zu einem Baby, das viele Bedürfnisse hatte und wenig selbst konnte, zu einem aktiven Kleinkind entwickelt, das ganz viel kann und noch viel mehr will. In einem Jahr! Diese Entwicklung ist enorm und niemals mehr in unserem Leben werden wir uns so sehr und schnell entwickeln, wie im ersten Jahr.

Was aber war das schönste Erlebnis mit meinem Baby im ersten Jahr?

Eigentlich ist es doch dann ganz einfach. Denn das allerschönste, was mir mit meinem Baby jemals passiert ist, das ist der Start unserer gemeinsamen Beziehung!

Unsere gemeinsame Beziehung begann im Januar 2014, als plötzlich meine Periode ausblieb. Ich dachte mir nichts dabei, Stress und Chaos waren gerade ganz groß und ich schob es darauf. Nach zwei weiteren Wochen des Wartens auf die vergebliche Blutung, machte ich eines Morgens einen Schwangerschaftstest. Nach einigen schockierten Minuten und dem bangen Starren auf die beiden Streifen, sickerte die Erkenntnisse so langsam in mein Hirn: Ich bin schwanger! Habe ich immer wieder gedacht. Wie soll das gehen? Was wird jetzt? Was mache ich jetzt nur? Der Schock war so groß, weil man mir auf Grund meiner Schilddrüsen Entzündung prognostiziert hatte, dass es etwas kompliziert werden würde, wenn ich schwanger werden wollte. Aber dieses hier war überhaupt nicht kompliziert gewesen. Und so plötzlich…
Nach dem ich mich erholt hatte und abends meinem Freund die Nachricht berichtete, da lächelte er. Ich weinte. Vor Überforderung und vor Schock. Aber er lächelte und dieses Lächeln werde ich nie vergessen. So hast du dich in unser Leben geschlichen, kleiner Prinz, und sofort unsere Herzen erobert.

Die ersten Wochen mit der schönen Nachricht

Die folgenden Wochen und Monate waren geprägt von dieser alles durchströmenden Liebe. Glück, Freude und großes Vertrauen machten sich breit, wir konnten es kaum erwarten und gleichzeitig genossen wir die vielen wundervollen Momente zu zweit.

Du hast uns ganz schön auf die Folter gespannt, bis wir dich endlich persönlich und so ganz live kennenlernen durften. Dein Geburtstermin kam und ging und ich musste jeden Tag zur Frauenärztin, um nachschauen zu lassen, dass alles in Ordnung war. Es war alles in Ordnung. Du wolltest einfach dein gemütliches Zuhause noch nicht verlassen. Du warst noch nicht bereit. Dein Start ins Leben war genauso entspannt, wie die ganze Zeit deines im Bauch Heranwachsens gewesen war. 8 Tage nach Termin ging es plötzlich los. Morgens wachte ich auf mit dem leichten Ziehen im Unterbauch, das ankündigte, dass du dich entschlossen hattest, dein warmes und nasses Zuhause zu verlassen und zu uns zu kommen. Um unser Leben mit deinem sonnigen Wesen und deiner tiefen Liebe zu erfüllen.

Doch bis dahin sollten noch ein paar Stunden vergehen. Stunden, die ich zu Hause und spazierend draußen verbrachte. Bevor es nicht wirklich Zeit war, wollte ich nicht ins Krankenhaus fahren. Du und ich sollten es so gemütlich wie möglich haben können. Nachmittags um halb 5 kamen wir dann doch im Krankenhaus an und sie schickten uns ein bisschen spazieren. Ich erinnere mich noch ganz genau an dieses kitzlige, aufgeregte Gefühl der Vorfreude und mein Erstaunen darüber, dass das Leben außerhalb von mir einfach so weiter ging. Ich hatte erwartet, dass die Welt stehen bleiben würde und jeder diesen Umbruch, der gerade in mir und in unserem Leben geschah, spüren hätte müssen. Doch nichts war. Die Menschen, denen wir begegneten im wunderschönen und sehr ausladenden Krankenhausgarten, benahmen sich ganz normal, sie grüßten, sie lachten, sie genossen die Sonne – und meine Welt war dabei ganz gewaltig ins Wanken zu geraten.

Nach einer halben Stunde kehrten wir zügig zurück, denn mittlerweile war dein Wunsch uns nun endlich einmal persönlich kennen zu lernen, wohl so groß, dass die Wehen in regelmäßigem 1 Minuten Abstand durch meinen Körper strömten.

Ja, auch ich hatte diese Minuten, in denen man denkt: Wieso genau tue ich mir das eigentlich an? Wann ist es endlich vorbei???

Die Vorbereitung für das schönste Erlebnis

Doch dein Vater und ich wir haben uns das so ausgesucht. Und jetzt mussten wir da auch gemeinsam durch. Meine Einstellung, Augen zu und durch, es gibt kein Zurück mehr und irgendwann ist auch das hier vorbei, halfen mir durch die Wehen und die Schmerzen der Geburt. Die Freude, dich bald, schon so bald, endlich in den Armen halten zu können, war mein Rettungsanker in jeder Sekunde und dein Vater der beste Motivator, den ich mir vorstellen konnte.

Um 21 Uhr warst du dann endlich da. Mit einem großen Platsch (das Geräusch werde ich nie vergessen) und lautem Gebrüll, umgeben von den glücklichen Gesichtern der Hebamme, der Ärztin, deinem Vater und mir. Das war das schönste Erlebnis, das wir beide, nein, wir drei in unserem ersten Jahr gemeinsam erlebt haben.

Das tiefe Glück und diese alles umfassende Liebe, die mich sogleich durchströmte und jeden Tag noch stärker werden durfte, machten jede Anstrengung zuvor tausendfach wett. Dich in den Armen zu halten, dein kleines Gesichtleich streicheln zu können, dich einfach nur zu bewundern und überhaupt begreifen zu können, was gerade geschehen war. Das absolut schönste Erlebnis, das schönste Gefühl gepaart mit einem langsam einsickernden Begreifen, dass die Tage des Wartens nun vorbei waren und, dass du wirklich und richtig echt da bist! Hier bei uns. Dieses Begreifen habe ich sogar manchmal heute noch. Da sitze ich hier und beobachte dich und fühle mich zurück versetzt in unsere erste echte Begegnung, damals und auch heute noch, kann ich mein unglaubliches Glück manchmal gar nicht fassen. Dass ich deine Mutter bin. Und du mein kleiner Prinz.

Das schönste Gefühl überhaupt und das jeden Tag wieder! Das größte Geschenk bist du!

Wie du seither mein Leben verändert und bereichert hast

Jeden Morgen weckst du uns mit einem strahlenden Lächeln. Manchmal frage ich mich, wie man nur so fröhlich sein kann. Lachen ist dein zweiter Vorname, deine gute Laune lässt die Sonne jeden Tag scheinen und deine Tränen ziehen mein Herz zusammen. Deine Liebe ist grenzenlos und meine Liebe zu dir unendlich. Jeden Tag bin ich dankbar, dass ich deine Mutter sein darf und jeden Tag ertappe ich mich bei dem unwirklichen Gefühl, dass ich wirklich deine Mutter bin. Wenn ich ohne dich unterwegs bin, vermisse ich dich schon beim Verlassen der Wohnung und freue mich so, dich wiederzusehen. Wenn ich dich von der Kita abhole und dein strahlendes Lächeln mich empfängt, Mamamama jammerst du dann und krallst dich an meinem Hals fest. Feuchte Küsse und feste Umarmungen werden getauscht. Wenn ich dich in die Kita bringe, dann winkst du mir zum Abschied fröhlich zu, bald wirst du „Tschüss tschüss“ sagen können und ich werde weiterhin beschwingt von dir fort gehen. Weil ich weiß, dass ich dich nie wirklich alleine lasse, ich bin bei dir, egal, was du tust und, wo du bist. Unsere Liebe gibt dir die Flügel, die du hast und die Wurzeln, die du brauchst, um dich zu entwickeln, um zu wachsen und deine große Persönlichkeit zu entwickeln. Du kleines Wunder, du bist mein größtes Glück. Jeden Tag. Für immer.

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Gesundheitscoach bei Leben mit ohne
Nora ist entspannt, liebt ihren kleinen Paddler und das Leben, genießt die Sonnenseiten und versucht die Schattenseiten unbeschadet zu überstehen, fühlt sich geliebt und unterstützt und möchte alles dieses mit der Welt teilen.
Wenn Nora nicht mit ihrem Sohn unterwegs ist, bietet sie Gesundheitscoaching für Menschen mit Histaminintoleranz & anderen Unverträglichkeiten an.
Nora Hodeige