Zu Beginn habt ihr mehr oder weniger 9 Monate Zeit euch auf die Ankunft eures wichtigsten Geschenkes vorzubereiten. Die Ausmaße dieser Unternehmung werden euch bestimmt auch erst mittendrin bewusst. Die Flut an Erledigungen, Besorgungen, zu stellenden Anträgen etc. schüchterte mich wahnsinnig ein. Eine übersichtliche Checkliste oder auch Todo-Liste hilft dabei einen Schritt nach dem anderen zu machen, nicht den Kopf zu verlieren und nichts zu vergessen.

Starten wir also mit euer ersten Todo-Liste. Was gibt es in der Schwangerschaft alles zu tun? Worauf solltet ihr achten? Worum solltet ihr euch kümmern? Was hat euch noch niemand gesagt, ist aber trotzdem extrem wichtig? Die folgenden 19 Punkte sollen euch helfen euch mit der neuen Situation und den neuen Aufgaben zurecht zu finden. Wichtig dabei ist: bleibt entspannt und verfallt nicht in Panik, wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappt. Viel Erfolg!

 

Checkliste Schwangerschaft

  1. Genießt die erste Zeit in Ruhe.
    Nehmt euch die ersten drei Monate Zeit, dieses süße Geheimnis mit eurem Partner zu genießen.
  1. Die frohe Botschaft verkünden.
    Gebt euren Familien und Freunden Bescheid.
  1. Informiert euren Arbeitgeber.
    Ihr seid dazu gesetzlich nicht verpflichtet, nur wenn ihr einen schwangerschaftsgefährdeten Beruf ausführt. Allerdings wäre es fair rechtzeitig die Modalitäten bezüglich der Elternzeit zu klären, schließlich muss ein passender Ersatz für euch gefunden werden. Und glaubt mir hochschwanger eine Übergabe innerhalb eines Monats zu bewerkstelligen, ist kein Spaß.
  1. Sucht euch eine Hebamme!
    Schiebt die Suche nicht auf die lange Bank. Zum Teil sind Hebammen auf lange Zeit ausgebucht, nehmen keine Schwangeren mehr auf etc. Eine Hebamme ist aber gerade für Neu-Mamas nach der Entbindung eine echte Hilfe und Stütze. Lasst es euch nicht entgehen, nur weil ihr zu lange gewartet habt.
  1. Termin beim Gynäkologen machen.
    Die Vorsorge beim Gynäkologen ist wichtig. Euch wird in regelmäßigen Abständen Blut und Urin abgenommen. Euer Gewicht wird überprüft. Ihr werdet über mögliche Tests wie Schwangerschaftsdiabetes und Toxoplasmose informiert und entscheidet, ob ihr die Tests machen möchtet. Im späteren Verlauf werden CTGs geschrieben und Ultraschalle gemacht. Macht Vorsorgetermine bei eurem Gynäkologen aus, so verbringt ihr eine ruhige Schwangerschaft mit der Sicherheit, dass es euch und eurem Krümel gut geht.
  1. Die Entbindung
    Haltet nach einer Entbindungsklinik Ausschau oder informiert euch über Alternativen. Geht zu den Informationsabenden und schaut, ob ihr euch in der Klinik wohlfühlen könntet. Macht einen Termin zur Anmeldung eurer Geburt im Krankenhaus aus – dies ist oftmals erst ab einer bestimmten Schwangerschaftswoche möglich.
  1. Geburtsvorbereitungskurs
    Meldet euch zu einem Geburtsvorbereitungskurs an. Gerade für Erstlings-Mamas sehr zu empfehlen. Wer wenig Zeit hat – es gibt auch Wochenend-Kurse. Wenn euer Partner mit teilnehmen möchte, dann fragt bei eurer Krankenkasse nach, ob sie einen Teil der Kosten übernehmen.
  1. Stillkissen
    Ihr denkt ihr braucht kein Stillkissen – ihr werdet es nie wieder hergeben wollen – so sehr werdet ihr es lieben und euer Mann wird im Bett nach euch suchen, weil ihr euch so darin verknuddelt habt.
  1. KITA-Platz
    Erkundigt euch frühzeitig nach einem Krippenplatz oder Tagesmutterplatz – je eher desto besser. Ein Antrag ist immer gleich nach der Geburt bei der jeweiligen Gemeinde abzugeben und der andere beim Jugendamt.
  1. Elterngeld und Kinderantrag vorbereiten.
    Das Elterngeld beantragt ihr bei der Stadt und beträgt 65-67% eures durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens. Der Höchstbetrag beim Elterngeld liegt bei 1.800 Euro und der Mindestbetrag bei 300 Euro. Das Elterngeld wird höchstens für 12 Monate gezahlt oder 14, wenn der Vater noch zwei Monate nimmt.
  1. Vaterschaftsanerkennung/Gemeinsames Sorgerecht
    Der Punkt ist tatsächlich nur für unverheiratete Paare interessant. Macht einen Termin beim Jugendamt, hier könnt ihr die beiden Formalitäten kostenlos abwickeln. Mitzubringen sind Personalausweise und Geburtsurkunden.
  1. Erstausstattung für euer Baby besorgen.
    Es gibt zahlreiche Punkte die hier aufzuführen sind von Kleidung, über Möbel bis hinzu Spieluhren und diversen Anderem. Einiges ist absolut nötig, anderes ist gut zu gebrauchen und einiges nur nice to have. Ihr entscheidet.  >>Checkliste
  1. Bescheinigung des Gynäkologen
    Ca. 7 Wochen vor der Geburt bekommt ihr eine Bescheinigung vom Gynäkologen über den voraussichtlichen Geburtstermin den ihr bei eurer Krankenkasse einreichen müsst. Dies ist wichtig, wenn ihr Mutterschaftsgeld beziehen wollt. Mutterschaftsgeld bekommt ihr für die 6 Wochen vor der Geburt gezahlt und für die 2 Monate nach der Geburt.
  1. Kliniktasche packen.
    Ihr solltet eure Tasche ca. 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin gepackt haben. So seid ihr auf alle Eventualitäten gut vorbereitet. Was alles in die Tasche kommen sollte, lest ihr hier >>Checkliste.
  1. Kinderarzt
    Sucht euch einen entsprechenden Kinderarzt bei dem ihr die weiteren U-Untersuchungen mit eurem Krümel machen könnt. Informiert euch vorher über Ärzte in eurer Nähe und fragt nach, ob diese noch Kapazitäten haben.
  1. Besuch beim Augenarzt
    Sofern ihr Brillenträger seid, ist ein Besuch beim Augenarzt empfehlenswert. Das Sehvermögen kann sich durch die Schwangerschaft verändern. Ebenso wichtig ist es den Augendruck überprüfen zu lassen – wichtig für den Part der Presswehen unter der Geburt. Empfehlenswert ist es eine Brille während der Geburt zu tragen und keine Kontaktlinsen.
  1. Besuch beim Zahnarzt
    Ihr werdet merken, dass euer Zahnfleisch während der Schwangerschaft angegriffen ist und leichter blutet als früher. Wenn ihr könnt, gönnt euch eine Zahnreinigung.
  1. Familienberatung
    Ist kein Muss, kann man aber durchaus in Anspruch nehmen, wenn man Hilfe braucht beim Ausfüllen der Anträge wie Kindergeld oder Elterngeld. Darüber hinaus gehen die Mitarbeiter mit einem eine Checkliste durch, ob man noch weitere Ansprüche geltend machen kann. Gerade für Einkommensschwache Eltern empfehlenswert. Denn ganz ehrlich, von den meisten Möglichkeiten hat man vorher bestimmt nie etwas gehört.
  1. Dankeskarten
    Dankeskarten sind ebenfalls kein Muss, aber denkt einmal daran, dass euch wahrscheinlich ein zwei Leute etwas zur Geburt schenken werden. Ihr könnt im Mutterschutz kreative Vorarbeit leisten und entsprechende Dankeskarten vorbereiten. Dann könnt ihr das Wochenbett ungestörter genießen.

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