„Du arbeitest noch?“, wurde ich des öfteren kurz vor meinem Mutterschutz gefragt, „So richtig, jeden Tag 8 Stunden?“ Äh, ja. Ich habe noch gearbeitet. Aber jetzt, seit Ende August, arbeite ich nicht mehr – und, was soll ich sagen: Was ein Glück aber auch!

Die letzten 6 Wochen, die Zeit, wenn der Mutterschutz beginnt, sind tatsächlich sowohl körperlich als auch geistig der Vorbereitung auf Geburt und die aufregende Zeit danach gewidmet. Ob man will oder nicht, es gibt plötzlich nun wirklich gar kein anderes Thema mehr. Außer vielleicht backen, aber das ist mehr so ein Privatvergnügen… Es heißt, dass die ersten Wochen und auch Monate mit Baby schlaflos und nervenaufreibend sein werden. Das mag sein und genau deswegen sind die 6 Wochen davor im besten Fall geprägt von diesen drei Sachen: Viel Schlaf, Entspannung und noch ein bisschen mehr Schlaf!

Meine letzten 2 Wochen (4 haben wir ja noch) waren vor allem vom Zusammentreffen mit lieben Menschen geprägt – und dem obligatorischen, täglichen Mittagsschlaf (eine tolle Erfindung).

Baby Shower

Meine liebe Freundin Eva hat letzte Woche für mich eine zauberschöne Baby Shower organisiert. Viele liebe Freundinnen sind da gewesen zum gemeinsamen Baby-Talk, freudigem Wiedersehen und lustigen Spielen. Natürlich fehlte es auch nicht an Sekt, Cupcakes und kitschiger Deko.

Die Spiele

1) Baby-Stadt-Land-Fluss

Die Regeln orientieren sich am klassischen Stadt-Land-Fluss Spiel, nur die Kategorien unterscheiden sich stark. So wurden unter dem gleichen Anfangsbuchstaben nicht Namen von Städten, Pflanzen oder Tieren gesucht, sondern Babybrei-Sorten, Babynamen, Baby-Pflegeprodukte, Spielzeug und Babybedarf. Ein großer Spaß!

2) Babybauch schätzen

Von einem Knäul Wolle schneidet jede nach Schätzung ein Stück ab, welches sie für den richtigen Umfang hält. Danach wird jedes einzeln am Bauch vermessen und diejenige, die am wenigsten abweicht, hat dieses Spiel gewonnen. Es mag vielleicht kein Zufall sein, dass die einzige Mutter an diesem Tisch – nämlich meine eigene – dieses Spiel gewonnen hat

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3) Babybrei-Sorten erschmecken

Unser aller Lieblingsspiel jedoch war das Babybrei essen. Mehrere Sorten süßen und mehrere Sorten herzhaften Breis kamen dabei zum Einsatz, umwickelt mit Alufolie konnte jeder seinen Löffel in die kleinen Gläschen halten und von dem lustigen Allerlei probieren. Nicht selten verzog die eine oder andere dabei ganz gewaltig das Gesicht und zwei der Breis wurden sehr schnell unter dem Decknamen „Das bekommt mein Enkel nicht!“ in die Kategorie ‚ungenießbar‘ eingestuft. Ob das zur allgemeinen Vorbereitung einer werdenden Mutter gehört oder nicht, aber bei diesem Spiel habe ich tatsächlich ein bisschen brilliert und mir wieder einmal überlegt, ob der kleine Mann und ich uns nicht einfach auf jeden Tag Grießbrei – wahlweise mit Kirschen, Apfelmus oder Zimt und Zucker – und Kartoffelbrei mit Hackfleischsoße einigen werden, die wir dann gemeinsam verspeisen können (für ihn natürlich alles vollkommen ungewürzt…). Nachdem ich dieses Blog entdeckt habe, glaube ich sogar, dass es gar nicht so abwegig ist, dass das so laufen wird… Aber bis dahin haben wir ja erst mal 6 Wochen Zeit.

Den Abend nach der Baby Shower und dem kontinuierlichen Essen von herzhaften Waffeln, süßen, schokoladigen und zitronigen Cupcakes sowie zum Ausklang des Tages noch einer herzhaften Quiche sind wir müden Kriegerinnen nach einem gemütlichen Spaziergang um den Blog in der Bryk-Bar um die Ecke eingekehrt – einer Bar mit ganz erstaunlichen und sehr besonderen Drinks, die wir dann auch für die nächsten 4 Stunden und grob geschätzten 15 (für mich natürlich alkoholfreien) Cocktails nicht mehr verlassen haben.

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Gesundheitscoach bei Leben mit ohne
Nora ist entspannt, liebt ihren kleinen Paddler und das Leben, genießt die Sonnenseiten und versucht die Schattenseiten unbeschadet zu überstehen, fühlt sich geliebt und unterstützt und möchte alles dieses mit der Welt teilen.
Wenn Nora nicht mit ihrem Sohn unterwegs ist, bietet sie Gesundheitscoaching für Menschen mit Histaminintoleranz & anderen Unverträglichkeiten an.
Nora Hodeige